Warum Aufgeben keine Option ist

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Du weißt, was du machen willst. Was dein Traum ist. Und hast dich entschieden, ihn dir zu erfüllen. Aber leider ist das nicht genug. Vor allem dann nicht, wenn du in dem Zusammenhang aus dem klassischen Arbeitsalltag ausbrechen und selbstbestimmter und freier leben willst. Wenn du deinen Job aufgegeben hast, um dich deinem Traum mit voller Kraft zu widmen, dann stehst du über kurz oder lang vor folgendem Problem: Du musst Geld verdienen.

Und ich mein das jetzt nicht im Sinne von reich werden. Du musst dir einen Weg überlegen, wie du deine Miete bezahlen kannst, deine Handyrechnung, dein Essen. Die alltäglichen Dinge. Klar kannst du dich für eine gewisse Zeit einschränken und versuchen, weniger auszugeben. Nicht mehr so oft Essen und ins Kino gehen, selber kochen und weniger shoppen. Nur reicht das auf Dauer nicht.

Aufgeben oder weitermachen

Irgendwann wirst du dir die Frage stellen, ob du das überhaupt schaffst. Ob du gut genug bist. Ob sich irgendwer für deine Idee interessiert. Ob du jemals damit Geld verdienen wirst. Wenn du an dem Punkt angekommen bist, gibt es nur 2 Möglichkeiten: Aufgeben oder mit noch mehr Power weitermachen.

Glaub mir, ich war nicht nur einmal an dem Punkt, wo mir aufgeben als der bessere Weg erschienen ist. Unter aufgeben verstehe ich, mir wieder einen klassischen Job zu suchen. Meine vorrangigen Ziele, wieso ich mich überhaupt entschieden habe, etwas zu ändern, wieder in weite Ferne rücken zu lassen. Zurück zum alten Trott: fixen Arbeitszeiten, belanglosen Aufgaben und abgesessenen Stunden. Weg von Freiheit, Selbstbestimmung und Motivation im Job.

Zurück zu dem, was man kennt

Dir klingt das alles zu dramatisch und nicht jeder Job ist scheiße? Du hast absolut recht. Aber die Jobs, die mir so vorschweben, in die ich jederzeit wieder einsteigen könnte, sind es leider. Weil man ziemlich sicher dorthin zurückgehen wird, wo man hergekommen ist. Weil man das kennt. Und kann. Mir würden schon ein paar Jobs einfallen, die ich gerne machen würde. Und wo ich glaube, dass ich gern und motiviert hingehen würde. Aber dafür fehlt mir die Ausbildung und die Erfahrung. Versteh mich nicht falsch: Ich bin der vollen Überzeugung, dass man in jedem Alter etwas Neues beginnen kann. Egal ob Ausbildung oder Job. Nur ist man im oben beschriebenen Zustand nicht gerade in der Position, wählerisch zu sein. Deshalb wird man mehr oder weniger gezwungenermaßen zu dem zurückkehren, was man ursprünglich aufgegeben hat.

Es ist die Einstellung, die zählt

Das, was ich mache – einen Blog schreiben und als RINGANA-Partnerin tätig sein – kann man auch machen, wenn man einen „normalen“ Job hat. Man hat immer mal am Abend oder am Wochenende Zeit, Leute zu kontaktieren oder einen Artikel zu schreiben. Es geht aber vielmehr um die Lebenseinstellung, die dahinter steht. Die Vision von einem Leben, das du selbst bestimmst. Einer der entscheidenden Gründe für mich, mein Leben zu ändern war, mehr Zeit zu haben. Wie soll das funktionieren mit einem Job und 2 „Nebenjobs“? Wenn man zusätzlich abends oder am Wochenende arbeitet? Das geht doch in die vollkommen falsche Richtung. Zumindest für mich.

Ich weiß gar nicht wie oft ich verzweifelt vor meinem Computer gesessen bin. Hoffnungslos. Demotiviert. Mit Tränen in den Augen. Und an meiner Entscheidung gezweifelt habe. Mir ausgemalt habe, wie es mir gerade gehen würde, wenn ich weitergemacht hätte wie es war. Ich müsste mir keine Sorgen um die Zukunft machen. Auch nicht um Geld. Vielleicht hätte ich gerade mein Urlaubsgeld bekommen. Ich würde nicht an mir selbst zweifeln. An meinem Können, meiner Begabung, meinem Weg. Glaub mir, es gibt wenig Schlimmeres, als wenn du dich selbst in Frage stellst. Deine Fähigkeiten, deine Träume, deine Ziele.

Wie du aus dieser Phase rauskommst

          1. Lass alles raus. Wenn dir danach ist, heul mal richtig. Schrei. Trommel auf den Tisch. Du wirst sehen, wie befreiend es ist, für einen Moment loszulassen.
          2. Beruhige dich. Setz dich hin, atme ein paar Mal tief durch und komm wieder runter.
          3. Werde dir klar, was jetzt gerade dein Problem ist. Was hat dich so aus der Bahn geworfen, dass du an allem zweifelst? Ein Gespräch mit jemandem, der dir Zweifel eingeimpft hat? Ein Blick auf dein Konto? Eine Stellenanzeige, die du dir angesehen hast – nur mal so, um zu sehen, was es derzeit gibt? Sobald du weißt, was der Auslöser war, kannst du besser daran arbeiten. Und in Zukunft anders damit umgehen.
          4. Sei realistisch. Genug der Horrorszenarien und Weltuntergangsphantasien. Sieh dir an, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass deine Befürchtungen tatsächlich eintreten. Das wird alles wieder in ein anderes und angenehmeres Licht rücken.
          5. Durchdenke die Vor- und Nachteile. Wenn du dir einen Job suchen würdest, wie viel Zeit hättest du dann noch für deinen Traum und dein Ziel? Müsstest du sie komplett aufgeben? Bist du dafür bereit? Oder kannst du eher mit den Konsequenzen leben? Wie schlimm sind die Konsequenzen tatsächlich? Wie lange brauchst du noch, um dein Business erfolgreich zu machen? (Das ist eine verdammt schwere Frage, die sich oft nur schwer beantworten lässt.)
          6. Setz dir ein Zeitlimit. Es bringt nichts, alle 3 Tage in tiefe Zweifel zu verfallen und alles in Frage zu stellen. Das hindert dich nur daran, wirklich durchzustarten. Gib dir selbst eine gewisse Zeitspanne, in der du bestimmte Ziele erreichen willst. (Du solltest sowieso deine Ziele IMMER schriftlich festhalten!) Wenn du dir 6 Monate gibst, um mit deinem Business so viel zu verdienen, dass du deine Fixkosten zahlen kannst – dann mach dir bis dahin keinen Kopf. Gib dir dieses halbe Jahr und arbeite stets auf dieses Ziel hin. Solltest du nach dieser Zeit dein Ziel nicht erreicht haben, kannst du nochmal oben bei Nummer 1 beginnen.

Wenn nichts mehr geht – mach eine Pause

Als Selbständiger arbeitest du in vielen Fällen von zu Hause aus. Da kann es dir leicht passieren, dass du in deiner eigenen Welt gefangen bist. Wenn du merkst, dass du einen schlechten Tag hast. Dass nichts weiter geht und du nicht den Funken von Motivation und Freude hast. Steh auf und geh raus. Triff dich mit Freunden, setz dich in die Sonne, geh ins Kino. Ganz egal. Lass deine Sorgen und Ängste am Schreibtisch zurück. Und starte am nächsten Tag mit doppelter Motivation durch.

Was machst du, wenn die Zweifel so stark werden, dass du ans Aufgeben denkst?

In diesem Sinne – glaub an dich und lass dich nicht unterkriegen!

Clara

PS: Wie du damit umgehen kannst, wenn andere Leute Zweifel in dir wecken, erfährst du hier.

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