Wieso du alles so lassen solltest, wie es ist

Veränderung

Du sitzt in deinem Büro. Deine zweite Tasse Kaffee steht vor dir. Es ist gerade erst 9.30 Uhr. Du seufzt und klickst auf den Mail Ordner. Erst mal schauen, ob es was Neues gibt. Nach fünf Minuten ist das erledigt. Der morgendliche Blick auf Facebook kommt als nächstes. So vertreibst du dir die Zeit, bis du dir den nächsten Kaffee holen kannst. Oder mit den Kollegen plaudern. Oder Mittagessen. Bis du schließlich um 17.30 Uhr erleichtert den Computer runterfährst und gehst. Jetzt beginnt der gute Teil des Tages. Kennst du das?

Das Gewohnheitstier Mensch

Wieso fällt es uns so schwer etwas zu ändern? Obwohl wir unzufrieden sind? Der Mensch liebt seine Gewohnheiten und es ist verdammt schwer, sie zu ändern. Bei Kleinigkeiten kann ich das schon verstehen. Das ist einfach zu viel Aufwand für eine kleine Verbesserung. Aber bei den wichtigen Dingen sollten wir uns nicht einfach von unserer Faulheit und Angst vor Veränderung bestimmen lassen. Also was tun?

Ist es Zeit für eine Veränderung?

Überleg dir mal ernsthaft, ob du die nächsten 10 Jahre so wie es jetzt ist verbringen willst. Hier ein paar Anregungen, wie das gehen kann:

  • Macht es mir Spaß, was ich tue?
  • Welchen Stellenwert hat meine Arbeit?
  • Wie viel meiner kostbaren Zeit verbringe ich dort?
  • Erfüllt mich meine Arbeit, bin ich gefordert?
  • Sehe ich einen Sinn darin oder ist sie nur Mittel zum Zweck (Geldbeschaffung)?
  • Was kommt zu kurz, weil ich keine Zeit dafür habe?
  • Was würde ich freiwillig jeden Tag tun?
  • Worin bin ich besonders gut?

Sieh die Chance

Beantworte deine Fragen und sei ehrlich. Dann wirst du schnell erkennen, ob dein Job der richtige für dich ist. Wenn ja – freu dich, du hast etwas gefunden, was du auch die kommenden Jahre gerne machen wirst. Wenn nicht – lass den Kopf nicht hängen. Vielen geht es so wie dir. Wir haben oft gar nicht die Zeit, uns zu überlegen, was wir wirklich gern machen wollen. Nach der Schule gehen wir studieren oder machen eine Lehre. So genau wissen wir da meist gar nicht, was unsere Berufung ist. Und wenn wir das herausfinden sind wir schon in einem Job, haben eine Wohnung und finanzielle Verpflichtungen. Da ist es schwer, alles über den Haufen zu werfen und nochmals von vorne anzufangen.

Aber man kann es auch ganz anders sehen. Als Chance. Mir geht es oft so, dass ich erst durch die Erkenntnis, was ich nicht mag, herausfinde, was ich mag. Klingt verdreht. Ist es auch. Das ist einer der vielen Weg wie sich im Laufe der Zeit zeigt, was wir wollen. Wenn du also gerade einen Job machst, der dir keinen Spaß macht, in dem du keinen Sinn siehst: Ergreife die Gelegenheit. Überlege dir, was dich daran stört. Genau so findest du heraus, was du gerne machst. Du wirst sehen, dass du dich alleine durchs Nachdenken darüber weiterentwickelst. Und Schritt für Schritt zu dem Punkt gelangst, wo es keine vage Vorstellung mehr ist, was du machen willst. Es kristallisiert sich heraus. Was du machen musst: Es nicht beim Gedanken zu belassen. Den ersten Schritt wagen.

Triff die Entscheidung und handle!

Das ist je nach Lebenssituation leichter oder schwerer. Wenn du 2 Kinder und ein Haus hast, das du abbezahlen musst, dann wirst du dir das genauer überlegen als wenn du Single bist und in einer Mietwohnung wohnst.
Das Wichtigste ist aber für alle gleich: Du musst die Entscheidung treffen, etwas zu ändern. Und du musst es dann auch tun. Ja klar, logisch. Aber oft scheitert es genau an diesen zwei logischen Punkten. Weil man entweder keine fixe Entscheidung trifft. Oder nicht danach handelt. Sondern sich denkt, ja, das mache ich schon, irgendwann, wenn es passt. Das wird nicht klappen. Eines ohne das andere funktioniert nicht. Du musst dich aktiv dafür entscheiden UND es dann umsetzen.

Du findest, das klingt doch ganz easy? Glaubs mir, das ist es nicht. Auf diesem Weg befinden sich viele Stolpersteine. Zweifel, Ungewissheit, Unkonkretheit (was man denn nun eigentlich machen will), Mangel an Durchhaltevermögen und viele mehr. Deshalb ist es so wichtig, dass du dir selbst gegenüber ein Commitment eingehst, dass du etwas ändern willst. Sonst wirst du beim ersten Widerstand aufgeben. Das ist der häufigste Grund, wieso man scheitert. Dass man es gar nicht erst richtig versucht. Und das ist doch echt verdammt schade.

Siehst du jetzt die Chance?

Merkst du jetzt, dass da mehr dahintersteckt als eine schnelle Entscheidung? Kommt dir der Gedanke, dass das doch recht anstrengend klingt? Und dass dein jetziges Leben und dein derzeitiger Job eigentlich gar nicht so schlimm sind? Dass es weniger stressig ist, einfach so weitermachen wie bisher, als etwas zu ändern? Du hast absolut recht. Wenn das deine Gedanken sind, dann solltest du alles so lassen, wie es ist.

Wenn du aber die Chance siehst, die Möglichkeiten, was du alles mit ein wenig Veränderung schaffen kannst – dann werden deine Gedanken ganz andere sein. Du spürst die Motivation. Du siehst dein Ziel. Die schwierigen Phasen überstehst du locker. Weil du weißt, dass du eine der wichtigsten Entscheidungen deines Lebens getroffen hast. Die dich dorthin bringt, wo wir alle hinwollen: Zu dem Leben, das du führen willst. Das dich glücklich macht und erfüllt. Und würdest du dafür nicht alles tun?

Was für ein Leben würdest du gerne führen? Sags mir in den Kommentaren.

In diesem Sinne – glaub an dich und lass dich nicht unterkriegen!

Clara

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